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Presseberichte über Vogelfrey   (Javascript muss im Browser aktiviert sein!)

07.02.2009, Lights Elmshorn

Ragnaröek CD-Release-Party

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Hasenpfeffer.net, Bettina

Ragnaröek CD-Release-Party



[...]Wer dachte, das sei es gewesen, hat sich gewaltig geirrt. Denn wie heißt es so schön: Je später der Abend, umso schöner die Gäste. Die junge Formation Vogelfrey wollte sich den Spaß an der Party nicht nehmen lassen und sorgte mit ihren teils düsteren und andererseits filigranen Melodien für eine ausgelassene Show. Auch wenn das Publikum bereits etwas abgemagert war, so hatte es den Vorteil, genug Platz zum tanzen zu haben. Mit Et tanta stultitia mortalium est eröffneten die Hamburger das Spektakel. Sänger Jannik überzeugte mit seinem vielseitigen Gesang, egal ob er tief grölte oder säuselnd schmachtete und Johanna sorgte mit ihrem Chello für streichzarte Untermalung der ansonsten sehr brachialen, Gitarrenlastigen und Flötenreichen Melodien. Die Zuschauer hatten noch genug Puste, um bei Liedern wie Blutgericht oder 6 Vaganten mitzuträllern und den Heldentod starb zum Glück auch niemand. Mit dem sarkastischen Stück Feenfleisch rückte auch der Auftritt des Quintetts seinem Ende zu. Ein letztes Aufbäumen durch Belsazar und die Musiker hauten ein letztes Mal gewaltig in die Tasten. Wer noch nicht müde war, konnte in einem nicht weit entfernten Gasthaus noch viele Stunden mit den Gastgebern und Musikussen plaudern oder sich einfach der Bierlaune hingeben. So endete eine feine Release-Party, mit grandiosen Bands, einem hervorragenden Publikum und einer heiteren, feucht-fröhlichen After-Showparty, von der man noch lange sprechen wird.

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13.12.2008, Lights Elmshorn

Seit 2006 treten VOGELFREY aus Hamburg in der Weltgeschichte auf, heute nun beim "Christmas Rock" im "Lights" in Elmshorn[...]

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Powermetal.de, Jakob Ehmke

Die Hamburger Medieval-Metal-Formation VOGELFREY zerlegt Elmshorn.



Seit 2006 treten VOGELFREY aus Hamburg in der Weltgeschichte auf, heute nun beim "Christmas Rock" im "Lights" in Elmshorn, welches seinen Besuchern sehr ansprechend in Minzgrün entgegenleuchtet. Innen möchte Weihnachtsstimmung verbreitet werden. 2004 wurde die Medieval-Metal-Band von den Brüdern Jannik (Vocals, Rauschpfeife, Bouzouki und Gitarre) und Dominik (Drums) gegründet. Komplettiert wurde das Line-up von Chris am Bass, Dennis an der Axt, Eva an der Geige und Johanna am Cello. Nach vier durchschnittlich bis peinlich schlechten Vorbands geht es dann endlich los, aber das Warten wird belohnt. Schon beim Intro wird klar, was einen hier erwartet, denn VOGELFREY haben das Zeug dazu, eine Atmosphäre zu erzeugen, die einen sofort ins Mittelalter katapultiert! Nach kurzer Ansage, dass "VOGELFREY nicht frei von technischen Problemen bedeutet", wird 'Düsterpflicht' losgelassen: Tiefe Riffs, kraftvolle und zugleich melodiöse Vocals, treibende Drums und sehr einprägsame Geigen, Celli und Rauschpfeifen sind zu vernehmen. Absolut genial und sehr angenehm trotz abgeklebter Becken am Schlagzeug aufgrund einer auferlegten Schallbegrenzung. 'Deus Lo Volt' ist ein genialer Ohrwurm, der mich die Nacht nicht mehr verlässt, die Menge weiß es zu schätzen und schwingt ordentlich das Tanzbein. Hinter 'Frey' verbirgt sich ein sehr gelungenes Cover des RAMMSTEIN-Songs 'Los', in dem das Wort 'Los' durch ein 'Frey' ersetzt wird. Der Song bekommt dadurch eine völlige neue Bedeutung ("Wir sind frey, Vogelfrey") und eine individuelle Note - zumal Jannik die Bouzouki zückt, was ich bei Coversongs sehr bevorzuge. Eine Ansage, alle reagieren: Die Menge tanzt! Bei 'Schuld ist nur der Met' ist Polka vom Feinsten angesagt. Getarnt als Ballade werden die ersten Takte von 'Waffenbruder' gespielt, gefolgt von Staccato-Riffs, sehr gut eingebauten Geigen und Cello-Parts von Eva und Johanna, schönen, getragenen Melodien und interessanten Variationen. Man merkt, dass VOGELFREY schon ein paar Tage zusammen Musik machen, denn alle wirken sehr gut aufeinander eingespielt, sehr professionell an ihren Instrumenten und strahlen eine Menge (Spiel-)Freude aus. "Mehr Grimness" verspricht Jannik vor 'Blutgericht' - Recht hat er. Ein gewaltiger Song, der mitten ins Gesicht schlägt mit genialem mächtigen Refrain: "Euer Geld und euer Gut, das wird dereinst zergeh'n wie Butter an der Sonne Glut, wie wird's um euch steh'n?" Angeblich nach Heinrich Heine. Chris macht die Ansage zu 'Ball der Gehängten': "geschrieben in Schiss-Dur", doch ganz so schlimm ist es nicht. Der Song kommt punkig mit Ska-Anleihen herüber und wartet mit brillanten Rauschpfeifen-Teilen auf. Bis VOGELFREY wusste ich gar nicht, dass ein solch tolles Instrument überhaupt existiert. Das Konzert neigt sich dem Ende zu, doch es gibt zum Glück noch 'Feenfleisch', denn "zum Essen sind sie da!" Ein gnadenloser Song, der ein sehr gut in Szene gesetztes Soloduell zwischen Dennis an der Gitarre und Eva an der Geige beinhaltet. Nach etwas Eigenwerbung brüllt das Volk aus voller Kehle "Wir sind Helden!" zum Refrain von 'Heldentod'. Doch alles ist irgendwann mal zu Ende, auch wenn es noch so gut war: Die Zugabe 'Puella Rufa' ist ein gut gewählter Schlusssong: balladenartig mit winziger Piccolo-Flöte vom Frontmann, inklusive "Lalala-Part", der noch mal alles aus dem Publikum rausholt. Sauber! VOGELFREY kann man nur weiterhin viel Erfolg wünschen, denn der ganz große ist sicherlich nicht mehr weit weg.

Setlist VOGELFREY:

1. Et Tanta Stultitia Mortum Est
2. Düsterpflicht
3. In Acht und Bann
4. Deus Lo Volt
5. Belsazar
6. Frey
7. Schuld ist nur der Met
8. Waffenbruder
9. Blutgericht
10. Ball der Gehängten
11. Sechs Vaganten
12. Feenfleisch
13. Heldentod
14. Puella Rufa

http://www.vogelfrey.net
http://www.myspace.com/vogelfrey

Jakob Ehmke

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10.11.2007, Factory Magdeburg

Sie kamen nicht auf edlen Rappen, ob sie Jungfrauen in ihrer Gefolgschaft hatten, das ist auch nicht einwandfrei überliefert. Und falls sie das im Volksmund als eher “dunkel” bezeichnete Mittelalter mit all seinen vermeintlichen Schrecken und Grauen nach Magdeburg trugen, ist das nun auch nicht mehr wirklich festzustellen[...]

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Readers-edition.de, Nicole Oppelt

Local Heroes (Vol. 19): VOGELFREY



Sie kamen nicht auf edlen Rappen, ob sie Jungfrauen in ihrer Gefolgschaft hatten, das ist auch nicht einwandfrei überliefert. Und falls sie das im Volksmund als eher “dunkel” bezeichnete Mittelalter mit all seinen vermeintlichen Schrecken und Grauen nach Magdeburg trugen, ist das nun auch nicht mehr wirklich festzustellen… Der Autorin wurde in Anbetracht dieses Ensembles nur Folgendes überliefert: “Sie waren gekommen, um Eure Kreuze zu erspielen!” Wohl wahr, das taten sie auch. Sprechchöre formierten sich in der Szene-Location Factory, die “bezaubernde Kapelle” wurde sehnlichst herbeigeschrien. Historische Kostüme, mittelalterliche Musik und ein Hauch Exotik auf einem Bandcontest, der zwar einiges an guter Rockmusik zu bieten hatte, aber sonst eher Gewohntes zu Tage förderte, war die gelungene Kombination für alle diejenigen Zuschauer, die sich neben satten Sounds auch etwas fürs Auge wünschten. Vogelfrey, so der erlesene Name der vier Jungs und zwei Mädels aus Hamburg, die im ohnehin schon bunten Trubel noch einmal eins obendrauf zu setzen vermochten. Waren sie Geächtete? standen sie, wie ihre Vorfahren im besagten Mittelalter, außerhalb des Rechtsraumes? Nein, verstoßen wurden sie bei Weitem nicht. Eine Verfolgung blieb ihnen auch erspart, doch als Gaukler und Spielleute - gemäß der Definition – machte die Truppe sich außergewöhnlich gut. Eva Glomski an der Geige, Jannik Schmidt, der Mann an der Spitze, Christopher Plünnecke am Bass und an der Flöte, Dominik Schmidt an den Drums, Johanna Heesch am Cello und letztlich Dennis Walkusch an der Gitarre überzeugten beim diesjährigen local heroes Bundesfinale nicht nur ihre prächtige Schar an mitgereisten Fans auf’s Allerbeste, sondern haben sicherlich den ein oder anderen neuen “Getreuen” gewinnen können. Die Mischung macht’s - Ein “Kreuzzug” nach Magdeburg Mittelalter, gepaart mit Folklore, Rock und Metal. Dazu noch lyrische Texte, ob melancholisch, heiter oder nachdenklich. Das gibt der ohnehin schon eindrucksvollen Bühnenpräsenz noch zusätzliche Würze. “Den Landesentscheid haben wir haushoch gewonnen”, erzählt mir Sänger Jannik vor dem großen Auftritt im Backstagebereich, während eine der Damen hingebungsvoll das Fell für ihr Bühnenoutfit bürstet. “Dabei hatten wir vorher echt Schiss und haben es deshalb auch diesmal bewusst vermieden, uns vorher die Konkurrenz anzuhören.” Ihren “Kreuzzug nach Magdeburg” hatten sie vielleicht gerade deshalb besonders gut präpariert. 50 Mannen stark war die illustre Runde, die sich da in kurzfristig und eigens für dieses Ereignis angefertigten Fan-Shirts in der Halle tummelte, sogar historische Kostüme wurden gesichtet. Keine Kosten und Mühen wurden gescheut und für wenig Geld die Fahrt, ein T-Shirt und eine Demo-CD gereicht, um für ordentlich Stimmung in den eigenen Reihen zu sorgen. “Wir haben alles in unserer Macht stehende getan”, erklärt der langhaarige Frontmann mit tiefer Stimme weiter. “Die Show ist nun das I-Tüpfelchen.” Abwechslungsreich war dann auch ihr vorgetragenes Liedgut. Von wild bis gediegen, oder was der Rockfan auch immer darunter verstehen mag, war alles dabei, was das Herz der Zuschauer begehren könnte. Fest steht jedenfalls nicht nur für die Redaktion: Die im Frühjahr 2004 in Bergedorf gegründete Formation, die sich selbst als “Pakt der Geächteten” bezeichnet, sorgte für gehöriges Aufsehen vor und hinter den Kulissen, was am Ende des Bundesfinales sowohl mit dem Roland als auch mit dem Gibson Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Rang vier also für ihren Mediaeval Metal, der sich wohltuend aus dem Kreis der durchwegs hochkarätigen Künstler abgehoben hat. Für die Autorin ist deshalb klar: Den Ritterschlag hätten sie auf jeden Fall verdient! Mit einem Songzitat des Sextetts soll nun aber auch schon beschlossen werden: “(…) an dieser, uns’rer Tafel, ist für jeden ein Platz frei! Mit Geigenklängen und Geschwafel ist die Zeit des Wartens schnell vorbei! Es gibt Feenfleisch!!!” Höret nun gespannt, was sie live zu bieten haben, lauschet den Klängen und lasst Euch faszinieren. Denn sie selbst behaupten standhaft, “selbst die Inquisition singt uns’re Lieder schon”…

Nicole Oppelt

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Clip vom Konzert:

Local Heroes 2007 - VOGELFREY